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Liveticker Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD wird stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern

Die AfD ist Wahlsieger bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern geworden. Doch ob sie die Regierungsverantwortung übernehmen kann, bleibt fraglich. Die CDU flog aus dem Landtag, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene ist Krisenbewältigung angesagt. Wir begleiten Sie, liebe Leser, durch den Tag nach der Wahl mit Informationen über die aktuellen Entwicklungen.
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  • 21.09.2026 09:57 Uhr

    09:57 Uhr

    Dreier-Koalition zu erwarten

    Da die AfD weiterhin als Paria der Parteienlandschaft behandelt wird, mit dem keine Sondierungsgespräche geführt werden, läuft es in Mecklenburg-Vorpommern entweder auf eine Minderheitenregierung oder auf ein Dreierbündnis hinaus.

    Der Landtag in Schwerin besitzt 71 Abgeordnetensitze (Ausgleichs- und Überhangmandate könnten noch hinzukommen). Die AfD verfügt voraussichtlich über 32 Sitze, was ohne Koalitionspartner nicht für eine Regierungsmehrheit reicht.

    Auch die SPD mit ihren 29 Sitzen erreicht nicht alleine die absolute Mehrheit. Die bisherige Koalition mit der Linken kann sie nicht fortführen, die SPD bedarf zweier Koalitionspartner. Sowohl die Linken als auch die Grünen werden voraussichtlich je fünf Sitze im Schweriner Landesparlament haben. Eine Dreier-Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei hätte demnach eine Mehrheit von drei Stimmen.

  • 09:49 Uhr

    Leif-Erik Holm glaubt nicht an Regierungsbeteiligung seiner Partei

    Wie der AfD-Landesvorsitzende und Ministerpräsidenten-Kandidat Leif-Erik Holm dem öffentlich-rechtlichen Nachrichtenportal NDR Info mitteilte, rechnet er trotz des Wahlsiegs seiner Partei nicht mit einer AfD-Regierung in Schwerin.

    Auch wenn man sich viel Mühe gegeben habe, regierungsfähig zu sein und ein realisierungsfähiges Programm aufgestellt habe, werde es wohl nicht zu einer AfD-Regierungsbeteiligung kommen. Gegenüber NDR Info erklärte Holm:

    "Ich denke, wir könnten regieren. Allerdings sieht es derzeit nicht danach aus, dass es so sein wird."

    Holm rechnet demzufolge eher mit einer rot-rot-grünen Regierung. Zugleich pochte Holm jedoch erneut auf einen Anspruch auf Regierungsbeteiligung für die AfD. Dieser entspreche dem Wählerwillen. Von den anderen Parteien forderte Holm Gesprächsbereitschaft:

    "Deswegen erwarten wir von den anderen Parteien, dass wir miteinander reden können."

    Er sei bereit, solche Gespräche gemeinsam mit dem AfD-Spitzenkandidaten Enrico Schult zu gestalten.

  • 09:16 Uhr

    Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Umfragen lagen daneben

    Einer Analyse der zum Springer-Konzern gehörenden Nachrichtenwebsite Welt zufolge gaben die Umfragen im Vorfeld der Wahl zum Schweriner Landtag den tatsächlichen Wählertrend nur bedingt wieder.

    So unterschätzten die Erhebungen im Vorfeld der Wahl die Stärke der AfD in Mecklenburg-Vorpommern teilweise erheblich. Die Prognosen sahen ein Kopf-an-Kopf-Rennen von AfD und SPD voraus.

    Die letzte Umfrage vor der Landtagswahl, die von der Forschungsgruppe Wahlen stammte, ergab sogar einen Vorsprung der SPD, die mit 37 Prozent einen Prozentpunkt vor der AfD lag. Am Wahlabend betrug der Unterschied zwischen beiden Parteien tatsächlich dann fast 3 Prozentpunkte. Die AfD kam auf 38,2 Prozent, während die SPD 35,5 Prozent erhielt.

    Auch die CDU wurde in Mecklenburg-Vorpommern erheblich überschätzt. Die letzten Umfragen vor der Wahl bescheinigten den Christdemokraten zwar erhebliche Verluste in der Wählergunst, sahen sie jedoch mit sechs oder sieben Prozent relativ sicher über der 5-Prozent-Hürde liegen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt die CDU allerdings nur 4,9 Prozent und schaffte den Einzug ins Landesparlament nicht.

    Hingegen war es bezüglich des zuletzt an der 5-Prozent-Hürde befindlichen BSW von vornherein klar, dass keine verlässlichen Prognosen darüber möglich sind, ob die Partei über oder unter die 5-Prozent-Hürde gelangt.

    Prognosen werden dadurch erschwert, dass immer mehr Wähler sich nicht dauerhaft an eine bestimmte Partei binden. Immer häufiger entscheiden sie sich erst kurz vor der Wahl für ihren politischen Favoriten.

  • 08:28 Uhr

    Leif-Erik Holm verpasste den Einzug ins Schweriner Landesparlament

    Der Aspirant der AfD für das Amt des mecklenburgisch-vorpommerschen Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, hat das Wahlkreis-Duell mit der derzeitigen Amtsinhaberin Manuela Schwesig von der SPD verloren. Beide rivalisierten im Wahlkreis Schwerin um das Direktmandat.

    Schwesig erhielt 54,4 Prozent der Erststimmen, Holm 28,2 Prozent. Da Holm auf der AfD-Landesliste nicht vertreten ist, kann er somit nicht in den Schweriner Landtag einziehen. Er wird somit voraussichtlich auf seinem Posten im Deutschen Bundestag bleiben, wo er seit 2017 ein Abgeordnetenmandat ausübt.

  • 08:02 Uhr

    AfD wird stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern – CDU stürzt unter Fünf-Prozent-Hürde

    Bei der aktuellen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD nach jüngsten Hochrechnungen mit 38,3 Prozent der Stimmen zur stärksten politischen Kraft aufgestiegen, dicht gefolgt von der SPD mit 35,4 Prozent. Ein historisches Tief erlebte die CDU, die mit 4,9 Prozent den Parlamentseinzug ebenso wie das BSW (4,9 Prozent) verpasste, während die Linke (6,5 Prozent) und die Grünen (5,5 Prozent) im Landtag verbleiben.

    AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm leitet aus dem Ergebnis, das parteiintern auch als deutliches Signal an die Bundespolitik und als Niederlage für Kanzler Friedrich Merz gewertet wird, einen klaren Regierungsauftrag ab und fordert diplomatische Bemühungen im Ukraine-Konflikt.

    [Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 20. September 2026]

  • 20.09.2026 23:49 Uhr

    23:49 Uhr

    Das vorläufige amtliche Endergebnis: CDU raus, AfD vorn

    Das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist da und bestätigt die Sensation: Die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz ist erstmals in ihrer Geschichte aus einem Landtag rausgeflogen. Nach den Zahlen, die von der Landeswahlleitung in Schwerin kurz nach 23:30 veröffentlicht wurden, kommt die CDU nur auf 4,9 Prozent und scheitert damit an der Fünfprozenthürde.

    Als stärkste Kraft ging, wie es sich schon den Abend über abzeichnete, die AfD mit 38,2 Prozent aus der Wahl am Sonntag hervor, auf Platz 2 kommt die SPD der Amtsinhaberin Manuela Schwesig mit einem Stimmenanteil von 35,5 Prozent. Außerdem schafften es noch Die Linke mit 6,5 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 5,7 Prozent über die Fünfprozenthürde. Das BSW holt 4,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und hat es nicht in den künftigen Landtag in Schwerin geschafft.

    SPD und Die Linke mussten gegenüber der letzten Landtagswahl Verluste hinnehmen, während die AfD ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelte. Die FDP, die 2021 noch 5,8 Prozent holen konnte, verliert 4,8 Prozent und ist mit nur noch 1,0 Prozent nicht mehr im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns vertreten. Sie ist nur noch in vier Bundesländern Parlamentspartei: Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

    Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr bei 78 Prozent, 7,2 Prozentpunkte mehr als 2021.

  • 22:34 Uhr

    CDU sowohl bei ARD als auch bei ZDF unter fünf Prozent

    Der Wahlticker meldet sich nach Dienstschluss mit einer überraschenden Entwicklung zurück: In jüngsten Hochrechnungen bei ARD wie auch bei ZDF zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die Kanzlerpartei CDU bei 4,9 Prozent und würde, wenn dieser Trend anhält, an der Fünfprozenthürde scheitern. Es wäre das erste Mal, dass die CDU in einem Bundesland an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert und den Einzug in ein Landesparlament verpasst.

    Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) sehen sowohl infratest dimap (ARD) und die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) weiterhin bei 4,9 Prozent. 

  • 21:10 Uhr

    CDU und BSW bangen um Einzug in den Landtag

    In Mecklenburg-Vorpommern triumphiert laut letzter Hochrechnung (von 21.05 Uhr) die AfD lmit 37,9 Prozent knapp vor der SPD mit 35,7 Prozent. Gleichzeitig kämpft die CDU mit rund 5,0 Prozent ums politische Überleben und muss noch zittern.

    Schaffen die Christdemokraten den Einzug in den Landtag, gewinnt die SPD einen möglichen Koalitionspartner hinzu. Fällt die CDU dagegen unter fünf Prozent, gehen ihre Stimmen bei der Sitzverteilung verloren. Das Gleiche gilt für das BSW, das derzeit mit 4,9 Prozent knapp nicht in den Schweriner Landtag kommt. Dadurch werden die übrigen Parteien stärker, die Zahl möglicher Bündnisse schrumpft und die Regierungsbildung wird deutlich komplizierter. An wenigen hundert Stimmen könnte sich entscheiden, ob Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mehrere Regierungsoptionen hat, oder ob die Machtverhältnisse im Schweriner Landtag spürbar schwieriger werden.

    Die Linken verlieren deutlich und stehen bei 6,7 Prozent, die Grünen ziehen mit 5,4 Prozent wohl ebenfalls ins neue Parlament ein. Die FDP hat sich dagegen mit 1,0 Prozent aus einem weiteren Landesparlament verabschiedet.

  • 20:55 Uhr

    BSW-Vorsitzender will "Demokratie" statt Koalition mit AfD

    Peter Schabbel, der Vorsitzende des BSW-Landesverbandes von Mecklenburg-Vorpommern, sagte auf der Wahlparty seiner Partei: "Wir wollen nicht mit der AfD koalieren, sondern Demokratie für unser Land." Er bedankte sich am Abend noch einmal bei allen Mitstreitern.

  • 20:35 Uhr

    CDU laut Hochrechnung nur noch bei fünf Prozent

    Der aktuellen ARD-Hochrechnung zufolge liegt die CDU nur noch bei fünf Prozent. Bei der Prognose um 18 Uhr lagen die Christdemokraten noch bei 5,5 Prozent. Kommt es für die Christdemokraten noch zum absoluten Super-GAU? Das BSW liegt der aktuellsten Hochrechnung zufolge bei 4,9 Prozent und würde somit – wieder einmal – knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Berechnet wurden bisher 1.521 von 1.974 Wahlbezirken.

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